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Freitag, 22 Mai 2015 14:58

Kaufberatung

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"Warum soll ich denn nun eine Hedwitschak kaufen?"

...weil Sie sichergehen können, dass Sie höchste Qualität und zuverlässigen Service zu fairen und angemessenen Preisen kaufen. Sie bekommen mehr als nur eine Trommel oder einen Tipper, Sie bekommen einen Rundumservice, ein gutes Spielgefühl, ein Stück Lebensfreude, ehrliche Fachberatung und die Sicherheit, die einheimische Wirtschaft zu unterstützen.
Wir verwenden garantiert keine Trommelfelle aus Fernostländern oder sonstigen Billiglohnländern mit unklaren Produktions-, Hygiene-, Umweltschutz- und Arbeitsbedingungen.
Wir stehen für unsere Produkte ein, und damit auch für unsere Zulieferer. Dies geht weit über die gesetzlichen Bestimmungen hinaus.
Die Ziegen für unsere Trommelfelle stammen alle aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Unsere Lambegfelllieferanten beziehen ihre Ziegen nach ihren Angaben aus Irland, Griechenland und Italien.
Die Rotbuche für unsere Rahmen stammt ebenfalls aus einheimischen Wäldern.
Alle unsere Lieferanten für Leim, Schrauben, Oberflächenmaterial und Kleinteile sitzen in Deutschland und beziehen ihre Waren großteils aus Eu soropa.
Das Tape, das wir um die Trommelfelle kleben, um Obertöne zu harmonisieren, wird in Deutschland hergestellt.
Der Taschenlieferant "GEWA" sitzt in Deutschland.
Unsere Tippergrips beziehen wir aus Irland.
Kunststoffe setzen wir nur da ein, wo es technisch sinnvoll und ökonomisch vertretbar ist.
Lacke verwenden wir nur in speziellen Lackierräumen mit entsprechenden Absaug-und Filteranlagen und entsorgen die Lackreste fachgerecht.
Wir bemühen uns um eine Komplettverwertung, das heißt aus den Resten, die beim Holzzuschnitt entstehen, werden Querstreben, Tipper und Trommelständer hergestellt. Der Rest dient als Brennmaterial.

 

 

"Und welches Modell soll ich kaufen ?"

Das liegt nicht nur an Ihrem Budget, sondern vor allem an ihren Bedürfnissen.
Teurer ist nicht automatisch gleichbedeutend mit „besser“, und umgekehrt!
Bitte beachten Sie, dass nicht jedes Fell auf jedem Rahmen Sinn macht. Es hat einen guten Grund, warum wir bestimmte Modelle mit einem bestimmten Fell anbieten.

Seit Anfang 2012 haben wir uns von der „3-Klassen-Gesellschaft“ Low-Budget-Klasse (LightLine), Mittelklasse (BasicLine) und Oberklasse (HighEndLine) verabschiedet und sind nur noch in der Mittelklasse und Oberklasse tätig.

Mittelklasse - CoreLine.
Der Ausdruck „Mittelklasse“ wird der CoreLine nicht wirklich gerecht. Wie der Name CoreLine schon sagt, ist es ein Qualitätsinstrument, das sich auf das Wesentliche konzentriert - den Kern der Sache eben.
Ohne sich auf eine bestimmte Klangrichtung oder auf einen bestimmen Spielstil oder auf spezielle Optik zu sehr festzulegen, ist die CoreLine Serie eine großartige Wahl für Einsteiger und Jene, die einfach nur eine hervorragende Trommel zu einem niedrigstmöglichen Preis suchen.

Gerade Einsteiger und Anfänger können noch nicht die Unterschiede verschiedener Felle (z.B. Lambegfell, DRAGONSkin, Hirschhaut) und diverser Konstruktionsarten der Trommelmodelle erahnen. Die CoreLine ist hier das universelle Werkzeug und der ideale Begleiter, um sich auf die Reise nach dem Traumklang und der eigenen Spieltechnik zu begeben. Eine eingespielte CoreLine lässt sich sicher auch wieder gut verkaufen, um z.B. auf ein anderes Trommelmodell aufzurüsten.
Auch die gute Verfügbarkeit mit geringer Lieferzeit - wenn nicht sogar lagernd - ist sicherlich ein gutes Kaufargument.
Mit der Nussbaumvariante sind sogar Sonderwünsche bei Rahmenmaßen und Fellauswahl (Felldicke, Wirbelsäule, Textur, jedoch ausschließlich EdlauerSelekt Trommelfell) möglich.
Eine hochwertige Trommel in klassischem Design, mit der man nichts falsch, aber alles richtig machen kann :)


Oberklasse - HighEndLine.
Für Spieler, die bereits wissen, was sie wollen, welchen Klang sie bevorzugen und welches Spielgefühl sie suchen, biete ich ein umfangreiches Sortiment unterschiedlichster Trommelmodelle an.
Von kleinem bis großen Durchmesser, von weichem, dünnen bis hartem, dicken Fell, Rahmentiefe, Rahmenform und Rahmengewicht nach Kundenwunsch und Rahmendesign mit unterschiedlichsten Furnieren oder Lackoberflächen - praktisch alles ist möglich.


Ein paar Hinweise:

  • Je kleiner der Durchmesser, desto kürzer schwingt das Trommelfell. Also wird der Klang definierter und klarer, aber auch tendenziell leiser. Sehr kleine Trommeln erfordern eine andere Spieltechnik. Hier muss bei der Tonmodulation (Fellhand) dann mehr mit Drucktechniken gearbeitet werden.
  • Je größer der Durchmesser, desto mehr und länger kann das Trommelfell schwingen. Der Klang wird „wilder“ und tendenziell lauter. Sehr große Trommeln erfordern viel Arbeit mit der Fellhand und sind oft schwer zu bändigen.
    —> 35cm bis 40cm große Bodhráns haben sich als die meist gespielten Durchmesser etabliert.
  • "Je tiefer der Rahmen, desto mehr Bass". Diese These stimmt so nicht! Dass supertiefe Rahmen für besseren Klang sorgen, ist ein weit verbreitetes Ammenmärchen. Tiefe Rahmen können tatsächlich für mehr Bassdruck sorgen, jedoch wird das Gesamtklangbild dadurch häufig verfälscht (höhere Frequenzbereiche leiden darunter) und der Klang kann „brüllend“ oder „matschig“ werden. Je tiefer der Rahmen im Verhältnis zum Felldurchmesser, desto gerichteter wird der Klang. Das bedeutet, dass der tatsächlich erzeugte Klang das Spielerohr nur noch eingeschränkt und verfälscht erreicht
    Als ideale Rahmentiefen haben sich 12-16 cm herausgestellt. Es ist unerlässlich, Klangoptimierung im Zusammenhang mit Spielkomfort zu betrachten. Das Gesamtwerk muss stimmen!

  • Querstrebe/Haltekreuz
    Anfangs benötigte man das Kreuz im Rahmen in erster Linie aus konstruktiven Gründen, um den Rahmen einigermaßen rund zu halten, und für die früher typische offene Spielweise.
    Inzwischen ist das Kreuz praktisch völlig zum Relikt verkommen oder wurde durch eine Querstrebe ersetzt. Dies liegt zum einen an neuen Rahmenkonstruktionen und Fertigungstechniken, aber auch an der neuen Spielweise mit der Tonmodulationshand am Trommelfell, bei der das Kreuz mehr stört als hilft.
    Während die meisten Spieler heutzutage komplett ohne Querstrebe spielen, bevorzugen manche Spieler eine Querstrebe. In jedem Fall gilt aber, dass eine Querstrebe die Trommel in ihren Möglichkeiten limitiert, da der Spieler gezwungen ist, sie in einer von zwei möglichen Positionen zu halten. Ich rate also generell nur in Ausnahmefällen zur Querstrebe.

  • Cutout
    Als Cutout wird ein Ausschnitt oder gar ein Loch im Rahmen bezeichnet, der bzw. das einen flacheren Spielwinkel der Modulationshand ermöglichen soll. Während dies bei sehr tiefen Rahmen unerlässlich ist, schränkt der Cutout die Qualitäten der Trommel bei gewöhnlichen Rahmentiefen sehr ein.
    Ein Cutout fixiert die Trommel in einer bestimmten Position. Das heißt, dass das Trommelfell sowohl von der Fellhand als auch von dem Tipper immer auf genau der gleichen Stelle abgenutzt wird. Dies kann einen unnötigen Verschleiß am Trommelfell bedeuten.
    Spieler, die ein homogenes Trommelfell bevorzugen, wie z.B. Martin O´Neill, neigen dazu, die Trommel während des Spielens immer leicht zu drehen. Auf diese Weise wird das Trommelfell gleichmäßiger bearbeitet, was auch eine höhere Stimmstabilität zur Folge hat.

    Deswegen rate ich auch nur in Sonderfällen zu einem Cutout.



Signature Bodhráns:
Zusammen mit erfahrenen und weltbekannten Bodhránspielern habe ich in langjähriger Zusammenarbeit drei Signature Bodhránmodelle entwickelt. Diese unterscheiden sich genau wie ihre Namensgeber durch ganz spezielle Spielstile und Klangideale.

  • die RWE von Rolf Wagels - seit 2005 in Produktion
  • die MONss von Martin O´Neill - seit 2012 in Produktion
  • die EMsig von Eamon Murray - seit 2013 in Produktion
  • die CBss von Cormac Byrne - seit 2014 in Produktion

 

Sondermodelle:
Eine interessante Möglichkeit, seine Trommel seinen eigenen, wechselnden und wachsenden Ansprüchen anzupassen, ist die Mitte 2013 vorgestellte MOS2:
Hier hat der Kunde dank des ChangeHED Fellhaltesystems (welches auch für alle 37cm Sonderwunschtrommeln verfügbar ist) die Möglichkeit, Trommelfelle und Stimmrahmen selbst zu wechseln und sogar mit anderen MOS2 Spielern tauschen.

Weitere Sondermodelle mit ganz eigenen Klangeigenschaften bzw. Einsatzgebieten sind die MOF,MHTF, InsightLine, LillebrorTrumma, TrHed, FireBall.

 

 

 

...und warum so viele Modelle ?

Weil es keine eierlegende Wollmilchsau gibt. ;o) Jedes Trommelmodell hat seine besonderen Qualitäten und Vorzüge. Nicht jedes Fell macht auf jedem Rahmen/Stimmsystem Sinn.

 

...Seltsamkeiten...

"Ich habe Eamon Murray auf der Bühne mit einer LightLineDeep30 gesehen. Ist das die beste Trommel?"
"Ich habe Martin O´Neill mit einer winzigen BasicLine auf der Bühne gesehen, ist das die beste Trommel?"
"Ich habe gesehen, daß XXX auf der Bühne früher eine Bodhrán von XXX gespielt hat und jetzt eine XXX spielt. Ist jetzt die XXX eine bessere Bodhrán als die XXX? Oder ist der Hersteller XXX jetzt besser als der Hersteller XXX???"
"Ich finde den Hersteller XXX doof weil..."


Was Berühmtheiten auf der Bühne spielen hat oft nichts mit dem zu tun, was der "normale" Spieler im "Alltag" erwartet. Die Hintergründe sind oft ganz banal. Z.B. hat Eamon Murray bei der USA-Tour 2008 eine LightLineDeep30 gespielt, weil sie über die Anlage gespielt einen super klaren, einfach abzunehmenden Klang produziert und sie einen riesigen Vorteil bietet: sie ist leicht und klein und daher die ideale Reisetrommel. Wenn man heutzutage fliegt, vor allem nach- und in die USA, ist jedes Gramm Handgepäck teuer. Da hat sich Eamon eben für die LLD30 entschieden. Und wie man sieht, kann man, wenn man´s richtig drauf hat, prakisch auf (fast !!!) jeder Trommel spielen. Dass aber so viele von den "Berühmtheiten" meine Trommeln spielen, spricht aber eindeutig für die Klangqualität und Zuverlässigkeit in jeder Klimasituation.

Thema andere Hersteller: Ich möchte ehrlich keine Geschichten hören, in denen andere Maker als schlecht hingestellt werden oder einer besser bewertet wird als ein anderer etc. Jeder namhafte Maker macht seine Trommeln so, wie er sie macht, weil er sich etwas dabei gedacht hat. Jeder hat Respekt verdient und jeder hat seine Existenzberechtigung. Die meisten Maker arbeiten näher zusammen und haben mehr Informationsaustausch als sich das viele vorstellen können. Meiner Meinung nach gibt es nicht "die beste Bodhrán", sondern nur "die geeignetste Bodhrán für den einen Spieler". Ich weiß, dass das die meisten meiner Kollegen auch so sehen. Das ist auch der Grund, warum ich persönlich nicht viel von Direktvergleichen verschiedener Trommeln von selbsternannten Fach-Schiedsrichtern halte.

Ich würde mich freuen, wenn Ich DIE Trommel für SIE bauen darf. :o)
Christian

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